Beiträge gettagt mit freeride
Praxis-Test: Shimano SH-AM40
06. Nov
Das "Palmen Design" der Schuhe gefällt sicherlich nicht jedem. Und da der Style beim kaufen ja mindestens genauso wichtig ist wie die Funktion, kann schlechtes aussehen die Kaufentscheidung negativ beeinflussen. Die Entscheidung fiel in meinem Fall, Anfang des Jahres, positiv aus.
Die Vibram Sohle klebt förmlich auf den Flats. Auch abseits der Flats vermittelt die Sohle Rutschsicherheit. Aber im Matsch geben die Schuhe sehr schnell auf, bedingt durch das nicht sehr stark ausgeprägte Profil. Ebenso auf losen Geröll und Schnee. Daher würde ich die Schuhe nicht für den Alpinen Einsatz empfehlen, da die Trittsicherheit nicht gegeben ist.
Zwei Einlegesohlen werden mit den Schuhen geliefert. Über diese kann die Sohlenhärte eingestellt werden. Zuerst bin ich mit der weichen gefahren, diese vermittelt einem sehr genau den Untergrund auf dem man sich gerade befindet. Eigentlich sehr gut, da man genau fühlen kann wo man sich auf den Flats gerade befindet. Aber nach ca. 30min fingen die Füße an zu Schmerzen, so dass an Tagestouren nicht zu denken war.
Erst der Wechsel zu härteren Einlage machte längere Touren möglich. Zwar vermittelt die Sohle weniger den Untergrund, aber es reicht immer noch um den Untergrund einzuschätzen.
Auch mit der härteren Sohle ist „normales“ gehen kein Problem. Damit sind auf längeren Trage- / Schiebepassagen die Schuhe nicht der Auslöser für eine Pause.
Das "Schuh-Klima" passt, in Verbindung mit richtigen Socken wird die Feuchtigkeit nach außen transportiert. Kleine Pfützen machen den Shimanos nichts aus, sie bleiben innen trocken. Auch längeren Nieselregen stecken die Schuhe unbeeindruckt weg. Erst bei Dauerregen wird es auch im inneren nass, aber dafür sind die Schuhe ja auch nicht gedacht.
Die Schuhe werden traditionell mittels Schnürschenkeln verschnürt, dabei verschwindet die Schleife unter einer Lasche die mit einem Klettverschluss befestigt wird. Das funktioniert einwandfrei, einmal binden und bis zum Ende der Tour vergessen.
Bedingt durch die Flats kann es im groben Gelände mal passieren, dass der Fußknöchel gegen die Kurbel rutscht. Daher haben die Shimanos auf der Schuh-Innenseite, jeweils eine Erhöhung bis zum Knöchel. So das dieser gut Geschütz ist.
Test Resultat:
Ein Ritzel fehlt, da der Schuh auf matschigem und losen Geröll die notwendige Trittsicherheit nicht bietet. Aber für meine Breitengrade und für Bikeparks sind die SH-AM40 super.
Praxis-Test: Evoc Freeride Trail
27. Okt
Nach der Bike Session 2010 ist es Zeit für Testberichte. Als erstes ist der Bike Rucksack Freeride Trail von der Münchener Firma Evoc im Test. Die Jungs und Mädels von Evoc bieten coole und praktische Bike Accessoires. Neben dem Freeride Trail habe ich auch noch die funktionelle Flugtasche Bike Travelbag von Evoc.
Zurück zum Backpack, dieser sitzt super fest am Körper und der Hüftgurt trägt das gesamte Gewicht. Bedingt durch den Klettverschluss lässt sich der Hüftgurt während der Fahrt sehr schwer bis gar nicht verstellen. Der Toploader bietet viel Platz und auch die anderen Fächer überzeugen. Im Deckel des Toploaders ist ein extra Fach mit Flies für eine Brille, so dass diese nicht zerkratzen kann und schnell greifbar ist.
Unterhalb des großen Toploader Faches gibt es am Boden ein geräumiges Fach für eine Erste Hilfe Ausrüstung. Im Notfall ist dieses Fach direkt erreichbar.
Ebenfalls am Boden gibt es eine Gummischnur um Protektoren zu befestigen. Die Befestigung ist ein wenig frickelig, da die Protektoren unter die Gummischnur geschoben werden müssen. Und dabei verhakt sich die Schnur des Öfteren an den Protektoren. Sind die Protektoren aber erst mal verstaut, kann man diese vergessen. Während der Fahrt stören diese nicht und sitzen sicher am Evoc.
Ebenso kann ein Fullface Helm einfach an dem Außenfach befestigt werden. Um noch in der Gravity Free Zone zu bleiben: Der eingebaute Rückenprotektor ist praktisch für Touren. Ist aber kein Ersatz für eine Saftey Jacket, daher nicht für einen Bikepark besuch geeignet.
Leider war bei meinem Freeride Trail kein Regenschutz dabei. Beim Kauf sollte dieser aber direkt mit gekauft werden. Die eine Woche Saalbach Hinterglemm hat gezeigt dass der Rucksack zwar leichten Nieselregen unbeeindruckt übersteht, aber die ganze Kuh Gülle hätte ich lieber auf dem Regenschutz gehabt.
Es gibt natürlich auch einige Kritikpunkte / Verbesserungsvorschläge:
- Das Netz des Außenfaches franzt stark aus.
- Das Werkzeugfach ist extra verstärkt, aber leider nur auf einer Seite. Die Gegenseite ist leider nicht extra verstärkt.
- Im Toploader gibt es direkt unterhalb des Deckels ein Netzfach. Dessen Reisverschluss ist unglücklicherweise sehr weit oben angebracht, so dass erst der Toploader Deckel ganz geöffnet werden muss um vernünftig an das Netzfach zu gelangen.
- Der Reisverschluss für das Erste Hilfe Set sollte extra gekennzeichnet sein, so dass dies für andere Personen direkt ersichtlich ist.
- Die Befestigung der Gummischnur sieht nicht wirklich robust aus. Bin mal gespannt wie lange die noch mitspielt.
- Die Regenhülle sollte zum Standard Lieferumfang gehören.
Test Resultat:
Der Evoc Rucksack überzeugt auf ganzer Linie. Sowohl als Tagesrucksack, als auch – wie der Name schon vermuten lässt – als treuer Begleiter bei Freeride Touren.
MTB Vinschgau 2010
02. Okt
Nachdem wir die erste Woche in Saalbach im Hotel verbracht hatten, fuhren wir weiter südlich in den Vinschgau. Ein großer Vorteil des Vinschgau ist die „Schönwettergarantie“. Südtirol hat ein mediterranes Klima und mehr als 300 Sonnentagen im Jahr. Die Temperaturen sind von Mai bis September im Schnitt über 22°. Aber wir trafen auch Tage jenseits der 300 Sonnentage, sprich auch hier hatten wir vereinzelt Regen.
In dem kleinen Örtchen Prad am Stilfserjoch (915m) sind wir in dem Loft der Residence St. Johann untergekommen. Dieses Residence ist ein Partnerbetrieb von vinschgauBIKE. Diese Partner müssen einen definierten Service für Biker anbieten. Alle Touren von vinschgauBIKE gibt es auch im Web unter mountainbiker.it, aber die GPS Daten sind nicht online erhältlich. Diese erhält man vom Partnerbetrieb, in unserem Fall also von Martin dem Chef der Residence.
Eine sehr gute GPS Topo Karte von Südtirol gibt es übrigens kostenlos beim naviboard.de (dort gibt es auch noch weitere TOPO Karten).
Da wir zum ersten Mal im Vinschgau waren, haben wir die Gegend auch per Auto erkundet. Wir haben uns alle Nebentäler angeschaut. Manche haben noch ihren unberührten Charakter von früher, andere sind voll ausgebaut mit Hotel Bunkern für Skifahrer. Besonders gefallen hat uns das Martelltal, daher sind wir dort auch wandern gewesen.
Daneben haben wir natürlich noch viel von der Gegend mit den Bikes erfahren. Ein Ausschnitt unserer gefahren Touren gibt es jetzt:
Tour: Reschner Alm > Plamort
Einer der Klassiker ist wohl die Tour über die Reschner Alm zur Bunkeranlage Plamort. Natürlich sind auch wir diese
Tour gefahren. Gestartet sind wir in Reschen, von dort auf die westliche Seeseite und ab da geht es bis zur Reschner Alm nur Bergauf. Bis zur Alm sind ca. 590hm zu bewältigen auf einer Steigung die sehr Angenehm zu fahren ist. Von der Alm aus hat man eine tolle Aussicht über den Reschensee. Nach einer kleinen Stärkung geht es abwärts, auf schönen Trails, zum Grünsee.
Von dort fährt man weiter auf Trails zur Reschner Bundesstrasse. Dort angekommen, ist auf der anderen Straßenseite auch schon die Talstation Kastelalpe.
Dort setzten wir uns, wie wir es aus Saalbach gewöhnt waren, in die Gondel und es ging aufwärts.
BTW: Im weiteren Verlauf unseres Urlaubs haben wir keine Gondeln mehr benutzt. Alle weiteren Höhenmeter kamen aus den Beinen. Und das obwohl ich mit den Trek Scratch unterwegs war. An manchen Stellen habe ich zwar etwas länger gebraucht aber ich bin überall hochgekommen.
Von der Bergstation geht es auf breiten Forstwegen abwärts Richtung Plamort. Auf der Hochebene geht der Weg in einen kurzen Singletrail über und schnell erreicht man die, schon von weiten sichtbaren, Panzersperren. Wir lassen die Panzersperren hinter uns und nach einen kurzen
Anstieg, eröffnet sich ein herrlicher Panoramablick auf den Rechensee mit dem Ortler Massiv im Hintergrund.
Nach der obligatorischen Fotopause, geht es nur noch talabwärts zurück zum Startpunkt.
Tour: Furkelhütte 2153m
An diesem
Tag war das erste Tagesziel die Furkelhütte 2153m, dann über den 4er und 11er Höhenweg rüber zu der Lichtenberger Alm. Das Wetter war Vinschgau untypisch, es war bewölkt und Nebel lag im Tal.
Der Aufstieg folgt zunächst der berühmten Panoramastraße Straße Stilfser Joch bis nach Gomagoi. Dort verlässt man die Panoramastraße Richtung Stilfs, nach einem Kilometer geht es links ab zum Sportplatz. Ab da wird die Straße einspurig und schraubt sich langsam den Berg hinauf. Auf 1677m schlug das Wetter um, aus einem Seitental zogen relativ schnell dunkle Wolken auf und ein Gewitter war im Anmarsch. Da zwischen mir und der Furkelhütte noch 450hm lagen, entschied ich mich für Tour Abbruch. Da ich bis dahin nur Anstieg hatte, musste ich nur Sattel runter machen und bis ins Tal nach Prad abfahren.
Tour: Furkelhütte 2153m
Da der erste Versuch gescheitert war, probierte ich es erneut aus. Gleiche Strecke, doch diesmal zog auf 1677m kein Gewitter auf, dafür nieselte es seit Gomagoi. Kurze Zeit später ist die letzte Alm passiert und die Straße geht in e
inen Forstweg über. Von nun an fährt man auf wechselndem Untergrund stetig weiter den Berg hinauf. Passiert einige Serpentinen und erreicht schließlich die Furkelhütte. Bis dahin ging es ohne Unterbrechung nur Bergauf. An der Furkelhütte eröffnet sich eine grandiose Aussicht auf das Ortler Massiv. Leider blieb mir die Aussicht verwehrt, da es sich während der Auffahrt eingeregnet hatte.
Ab der Furkelhütte ging es auf dem 4er Wanderweg weiter bergauf. Nach 100hm geht der Weg in einen Singetrail über. An dieser Stelle kann man den Trail weit mit den Augen den Berg entlang folgen. Dabei fiel mir eine besonders Stelle auf, der Trail ging durch einen Murgang. Und die Mure ging noch einige hundert Meter tief ins Tal herunter.
Ich beobachtete die Stelle einige Minuten und stellte fest das sich, bedingt durch den leichten Dauerregen, immer wieder Brocken von weiter oben lösten und die Mure abgingen.
Was nun? Also wieder fluchend den Sattel tiefer gelegt und den Downhill Modus aktiviert. Im oberen Teil, wo der Weg noch Forstweg war, konnte man zum runterfahren einen sehr verbockten Wanderweg runterfahren (wohl eher rutschen). Am Ende des Forstwegs war leider wieder Straße fahren angesagt.
Tour: Lichtenberger/Glurnser Alm > 4er Almemweg
Direkt von unserer Unterkunft ging es los nach Lichtenberg. Ab Lichtenberg geht es die nächsten 13km, auf breite
n Forstwegen, nur noch Aufwärts. Nach den 13km hat man 1200hm in den Beinen. Dann kommt aber erst der anstrengende Teil, die nächsten 4km müssen auf dem 4er Höhenweg bewältigt werden. Dieser ist aber fast nicht fahrbar, der Weg ist alle paar Meter mit dicken Steinen oder Wurzeln blockiert. Wo das Bike drüber geschoben oder sogar getragen werden muss.
Nach sehr langen 4km lassen wir den Höhenweg links liegen und finden uns auf feinsten Singetrails wieder. Auf diesen vernichten wir 1000hm bis der Trail uns wieder in Lichtenberg ausspuckt.
Tour: Sulden > Madritschjoch 3123m > Martelltal
Nachdem wir im Martelltal wandern waren, hatte ich die Idee von Sulden über das Madritschjoch in das Martelltal
zu fahren. Und von dort wieder zurück nach Prad.
Der Plan scheiterte leider am Wetter, da es in der zweiten Woche in den höheren Lagen geschneit hatte. Mehr zu der Tour: alpencross-info.de
Neben den vielen Fotos, gibt es auch noch ein Video von unseren Touren. Im Vinschgau hatte die Camsport Nano von frankentracks.de besser kooperiert als in Saalbach. Es gibt noch weiteres Videomaterial, mal schauen vielleicht werde ich noch ein zweites Video schneiden.
FAZIT:
- Die Residence St. Johann hat uns super gut gefallen, insbesondere war der Chef Martin immer sehr bemüht und hat uns bei der Touren Planung geholfen.
- Die „Schönwettergarantie“ ist natürlich super, auch wenn wir ab und zu Regen hatten.
- Das Wegenetz ist „gigantisch“ es gibt sehr viele Wege. Und unzählige Kombinationsmöglichkeiten.
- Bedingt durch die Menge an Wegen ist eine gute Wanderkarte unabdingbar.
- Zum Wandern eignet sich das wunderschöne Martelltal hervorragend.
- Die meisten Gondeln im Vinschgau nehmen keine Biker mit (Bsp. St. Martin) oder nur sehr wiederwillig.
MTB Saalbach Hinterglemm 2010
24. Sep
Unser diesjähriger Alpenurlaub begann in Saalbach, dort endete letztes Jahr unser Urlaub. Jedoch entschieden wir uns gegen Leogang und für Saalbach. Seit diesem Jahr gibt es dort die JOCKER CARD, neben vielen anderen Dingen können damit die Seilbahnanlagen in Saalbach Hinterglemm uneingeschränkt benutzt werden. Das rockt, umso mehr wenn man die Gegend kennt. Dort gibt es die X-Line, addidas Freeridetrails PRO & Blue und einige geniale Trails.
Für unsere einwöchige Unterkunft wählten wir das Eva, Hotel. Dieses war uns letztes Jahr aufgefallen und der derfati.de hat dort schon einen Bike Urlaub verbracht. Insgesamt hat uns das Hotel sehr gut gefallen. Aber unser Zimmer war leider über dem Lieferanten Zugang, so dass es schon früh laut wurde. Und die Küche war uns des Öfteren zu „experimentell“.
Das Wetter war zwar kein Hochsommerwetter, aber zum biken immer noch super. Es hat nachts geregnet, meistens bis in den Morgen hinein. Tagsüber ist es aber immer wieder aufgeklart und die Sonne hat sich gezeigt. Durch den vielen nächtlichen Regen sahen die Bikes und wir zwar sehr mitgenommen aus, aber an den Liftanlagen in Saalbach und Hinterglemm gibt es extra Bike-Wasch-Stationen. Und unsere Klamotten konnten wir jeden Tag im Hotel waschen lassen (Bike Packet).
Als Highlight bekam ich noch, am letzten Tag vor dem Urlaub, die Cam aus dem Trail View Projekt von frankentracks.de. An sechs Tagen hatte ich die Cam auch dabei, aber leider ist nicht viel brauchbares Material entstanden. Ich hatte die gleichen Probleme wie der Ralph. Dazu kommt noch ein extra Artikel…
In der einen Woche sind wir keine großen Touren gefahren, sondern sind mehrfach die X-Line, die addidas Freeridetrails, den Hackelbergtrail sowie viele weitere Trails gefahren. Wobei überall, wo möglich, die Seilbahnen zum Einsatz kamen.
- Die X-Line erlaubt es auf 6,3km 1025 Tiefenmeter zu vernichten, das meiste auf naturbelassenen Trails. Ab der Mittelstation sind Northshores gut in die Strecke eingebaut.
Bedingt durch den nächtlichen Regen war die X-Line morgens, ab der Mittelstation, an drei Tagen komplett gesperrt. Erst nachmittags war die Stecke wieder geöffnet, aber durch den vielen Matsch, Steine und extrem viele Wurzelpassen war die Strecke sehr anspruchsvoll. - Auf der addidas Freeride Blue Line kann man die ersten Kontakte zu einem Bikepark knüpfen. Die Strecke macht aber auch Spass, wenn man schon gute Fahrtechnik hat.
- Die addidas Freeride PRO Line hingegen ist, wie der Name schon vermuten lässt, die anspruchsvolle Variante.
- Die X-Line sowie beide der addidas Freeride Strecken, sind exklusiv für Biker. Schilder weisen explizit Gefahren Stellen auf der Stecke aus.
- Daneben gibt es noch tolle Trails, wie etwa den Hackelbergtrail, die man sich mit anderen Zwei- und Vierbeinern teilen muss.
Auf den Trails begegneten einem zwar immer wieder Wanderer, aber alle waren sehr freundlich und man hat evtl. sogar eine paar kurze Worte gewechselt. Und dabei hatte ich meistens meinen Fullface-Helm und volle Protektoren an. Dass dieser Umgang leider nicht selbstverständlich ist, stellten wir nach der einen Woche in Saalbach Hinterglemm schnell wieder fest.
Fazit:
Die eine Woche Hotel war schön, aber wir freuten uns auch sehr auf unsere Wohnung in Prad am Stilfserjoch im Vinschgau. Wo wir selbst das Essen und vor allem den Zeitpunkt selbst bestimmen konnten.
- Wenn Du auch zur Gravity-Fraktion gehörst, ist die Gegend absolut empfehlenswert.
- Als Zukünftige Unterkunft ist das Spielberghaus zu empfehlen.
- JOCKER CARD ist ein echtes Highlight, wenn Du viel shuttlest.
- Die Camsport Nano hat mich absolut nicht überzeugt, nicht mal geschenkt würde ich die nehmen.
- Zum Weiterlesen: Saalbach Hinterglemm / Gebietscheck
La Palma Bike Urlaub
13. Mai
Entgegen meines letzten Eintrages La Pamla und Eyjafjallajökull, hatten wir doch noch unsere Chance bekommen nach La Palma zu fliegen. Am 23.05. (ursprünglich geplant war der 16.05.) sind wir mit AirBerlin nach La Palma geflogen, inkl. Bike.
Der Bike Transport kostet bei Airberlin (wie bei vielen anderen Fluggesellschaften auch) 25€ pro Stecke, hin und zurück also 50€. Für 59€ erhält man bei AirBerlin die topbonus Service Card, mit dieser kann man kostenlos ein Stück Sportgepäck und zusätzlich 10kg Freigepack mitnehmen. Die 10kg sind sehr praktisch, da Protektoren, Werkzeug, FF-Helm, Rücksack, etc. schon einiges auf die Waage bringen. Bei mehr als zwei Flügen innerhalb eines Jahres, amortisieren sich die Kosten schon.
Nach der Landung auf dem Miniflughafen La Palma, hab ich aus dem Flugzeug sehen können wie die Evoc Tasche ausgeladen wurde. Und meine Erwartungen wurden erfüllt: Die Packer sind ziemlich schmerzfrei, was den Umgang mit der Ladung angeht!
Nach dem Aussteigen ging es erstmals 10 Minuten mit Gepäck vom Terminal zu dem Parkhaus, um unseren Mietwagen abzuholen. Es war ein Fiat Doblò, in diesem passte das gesamte Gepäck. Wir hatten uns extra für einen großen Mietwagen entschieden, um diesen während des Urlaubs als Bike-Shuttle nutzen zu können.
Nach dem beladen unsers Doblòs ging es rüber nach „Los Llanos de Aridane“ um die Schlüssel für unser Ferienhaus abzuholen. Anschließend ging es auf abenteuerlichen Straßen zu unserer Unterkunft.
Nach dem ersten Einrichten im Haus, musste natürlich das Bike ausgepackt werden. Am Flughafen hatte ich schon einmal einen ersten Blick auf das Bike geworfen, um Beschädigungen direkt melden zu können. Auch nach dem zusammenbauen des Bikes, hatte ich keine Beschädigungen gefunden. Die sollten erst später kommen…
In den darauffolgenden Tagen bin ich viel vom „Refugio de El Pilar“ gestartet. Mehrmals über die „Cumbre Nueva“ Richtung dem „Pico Ovejas“, anschließend über den Königsweg über unzählige Stufen runter zur „Ermita de los Reyes“.
Zwischendurch machten wir Wanderungen und erkundeten die Insel per Auto. Bedingt durch die “Kompaktheit” der Insel, sind auch die Wanderungen sehr abwechslungsreich gewesen. Man kann in den Kiefernwäldern starten, die sich mit der Zeit lichten und dann in freie Vulkan Flächen übergehen. Auch ist das Wegenetz mit der Beschilderung sehr gut ausgebaut und wird auch weiterhin gepflegt.
Der Norden und der „Roque de los Muchachos“ sind hier besonders zu erwähnen.
Bedingt durch den Eyjafjallajökull Vulkan, mussten wir nach einer Woche in ein anderes Ferienhaus umziehen. Dieses lag ca. 1,68km westlich von unserem ersten Haus. Dadurch dass die beiden Häuser auf unterschiedlichen Höhen lagen (630hm und 430hm) hatten wir unterschiedliche Besucher.
- Auf 640hm hatten wir sehr viele Tausendfüßler (leider auch ab und zu im Haus), viele Eidechsen sowie Geckos (manchmal auch im Haus).
- Auf 430hm gab es statt der Tausendfüßler Ameisen im Haus, aber genauso viele Eidechsen und Geckos (manchmal auch im Haus).
In der zweiten Woche gingen mir dann die Touren vor der „Tür“ aus. So das ich am Freitag bei BIKE’n'FUN vorbeifuhr, dort erfuhr ich das am Samstag die Freeridewoche endete. Also noch schnell für den Samstag angemeldet.
Die Tour am Samstag ging hinter „Jedey“ auf der LP-210 auf 1100hm los, bis dahin brachte uns ein Taxi. Dann folgten 16km feinste Singletrails an die Südspitze La Palmas. Die Tour war sehr abwechslungsreich, der Untergrund wechselte häufig: Fichtennadeln, Lava Sand, mit Lavabrocken verbockte Trails. Zur Abkühlung ging es ins Meer, gefolgt von einem sehr leckeren Fisch essen direkt am Meer mit der gesamten Gruppe.
In den folgenden Tagen fuhr ich noch drei weitere Touren mit dem Bike’n’Fun Team. Um diese Jahreszeit bestand die Gruppe aus max. vier Fahrern. Mehr zu Bike’N’Fun steht auf der La Palma Seite von alpcross.de, die positive Beurteilung kann ich nur Bestätigen.
Nach zwei wunderschönen Wochen, das Wetter spielte mit, mussten wir leider wieder packen. Diesmal brauchte ich deutlich weniger Zeit für das Verpacken des Bikes. Während des Einpackens, sind mir etliche Kratzer am Bike aufgefallen. Naja das bleibt auf so einem Terrain einfach nicht aus.
„Jeder Kratzer hat eine Geschichte“.
Fazit: La Palma ist eine Insel die Lust auf mehr macht. Die Insel ist nicht so Touristisch, wie die anderen Kanarischen Inseln.
- Das Wetter ist sehr angenehm.
- Bike technisch echt ein Highlight.
- Lecker Fisch!
- BIKE’n'FUN bietet coole Touren an.
- Das war nicht unser letzter Besuch auf der Insel!
- Alle Bilder gibt es auf flickr.
What´s next?
20. Mrz
Von Aaon Larocque gibt es kostenlos den Film “What´s Next?”.
Der MPEG4 Film hat eine Länge von 44 Minuten. Die Fahrer sind nicht alle bekannt, dennoch sind diese Verrückten Kanadier sehenswert!
Download (281mb)
Leogang 2009
17. Sep
Nach den zwei Wochen Urlaub am Gardasee war mit Urlaub noch nicht Schluss, wir fuhren vom Gardasee direkt nach Leogang. Und lösten damit Thorsten vom MTB-Blog für Spessart und Umgebung ab, der zuvor in Saalbach Urlaub gemacht hat.
Auch in Leogang hatten wir uns für ein Apartment entschieden. Das Apartment gehörte zu einem Hotel, in dessen Tiefgarage auch eine Ecke für die Bikes war. Leider lag das Apartment, wie auch das am Gardasee, direkt an der befahrenen Hochkönig-Bundesstraße.
In Leogang/Saalfenden gibt es die Löwen Alpin Card, die es ermöglicht „täglich eine freie Berg- und Talfahrt mit der Asitz Kabinenbahn Leogang oder den Saalbach Hinterglemm Bergbahnen zu den ausgewiesenen Betriebszeiten in der Sommersaison 2009 für alle angemeldeten Gäste (ausgenommen Nachtfahrt und Mitnahme von Mountainbikes)“ zu machen.
An der Asitz Bahn in Leogang wird dies auch so durchgesetzt, Bikes darf man mit dieser Karte nicht mitnehmen. Aber die vier Bergbahnen in Saalbach Hinterglemm akzeptierten unsere Löwen Alpin Cards und so erhielten wir pro Tag jeweils ein kostenloses Bergfahrt Ticktet mit Bikes.
Warum die Card in Saalbach Hinterglemm akzeptiert wurde, konnte uns keiner Erklären.
Durch die intensive Nutzung der Seilbahnen haben wir nur 936 Uphill Höhenmetern auf unserem Konto stehen. Dazu stehen 11440 Downhill Höhenmeter im krassen Gegensatz.
In Leogang selbst ist der „Kona Groove approved Bikepark“ Bikepark Leogang. In der Woche bin ich aber nur einmal die Freeride Strecke heruntergefahren.
Während unserem Aufenthalt sind wir nur zwei GPS-Tour.info Touren gefahren. An den anderen Tagen sind wir nur nach Schildern / Karte (GPS) gefahren. Durch die gute Winter Infrastruktur sind viele der Almen und Hütten ausgeschildert.
Besonders gefallen hat mir der Hacklberg-Trail mit Verlängerung über die Bäcker Alm. Ein wahrer Trail Genuss.
Die eine Woche Leogang reichte nicht aus um alles „zuerfahren“, aber Sie hat Lust auf mehr gemacht. Dazu hat sicherlich auch die sehr gute Bike Infrastruktur sowie ein entspanntes Verhältnis zwischen Alm Besitzern, Wanderern und Bikern beigetragen.
Alle Bilder gibt es bei flickr…
Willingen (Upland)
26. Mai
Letzte Woche waren wir für fünf Tage, bei sonnigem Wetter, in Willingen (Upland) im Sauerland um mit den Bikes zufahren. Unser Hotel hatte einen extra Bike Raum und hatte eine sehr schöne Lage in Willigen. Gefunden hatten wir das Hotel über die Seite der Bike Arena Sauerland. Dort sind auch Touren beschrieben, von denen wir drei gefahren sind.
Alle drei Touren Starten hinter der Eissporthalle/Haus des Gastes. Dort gibt es eine Info Tafel die kurz die Touren sowie deren Nummern beschreibt. Zusätzlich kann man auf der Bike Arena Sauerland Site auch die GPS Daten herunterladen.
Am Sonntag sind wir die Hochheide-Tour (28) gefahren. Die Tour war nett, aber bei weitem nicht so schwer und Trail-lastig wie es in der Tourbeschreibung steht.
Für den Montag hatten wir uns die Skisportstätten-Tour (27) ausgesucht. Diese Tour hatte einige schöne Aussichten, bestand aber fast nur aus breiten Forstautobahnen.

Am Dienstag war Freeride angesagt. Für den Nachmittag leite ich mir ein Bergamont BIG AIR 6.9 in der Bike Station direkt am Lift und ich kaufte mir ein “Bike & Fly Ticket”.
Die Freeride-Strecke startet rechts von der Bergstation. Im oberen Teil ist die Strecke mehr geprägt von Sprüngen. Während der untere Teil viel mehr
Anlieger hat. In der gesamten Stecke sind kleine North-Shore Elemente eingebaut. Kurz vor Ende der Freeride Strecke kann man rüber zu einem Four-Cross-Kurs wechseln. Auch von dem Four-Cross-Kurs erreicht man die Lift-Station wieder ohne Steigung. Insgesamt bin ich ca. 8-mal die Stecke gefahren am Ende des Tages 
machen sich die Arme und Beine bemerkbar.
Alternativ zu der Freeride-Strecke gibt es noch die Weltcup-Downhill-Strecke. Diese startet direkt links neben der Bergstation. Ist aber schwieriger zufahren wie die Freeride-Strecke.
Die Tour am Donnerstag sollte viel mehr Trails haben, deshalb fiel die Wahl auf den Grenzkamm Trail (empfohlen von Locals). Nach dem ersten längeren Anstieg über Forstwege geht der Weg in einen Trail über, dieser führt einen Kamm entlang. Durch den Sturm Kyrill gibt es schöne Panoramaaussichten auf das Sauerland. Diese Tour sind wir nur bis zum Ort Bontkirchen gefahren. Von dort sind wir wieder zurück über die L339 nach Willingen, da meine Beine den Vortag noch in Erinnerung hatten.


