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Praxis-Test: Shimano SH-AM40

IMGP7457 Das "Palmen Design" der Schuhe gefällt sicherlich nicht jedem. Und da der Style beim kaufen ja mindestens genauso wichtig ist wie die Funktion, kann schlechtes aussehen die Kaufentscheidung negativ beeinflussen. Die Entscheidung fiel in meinem Fall, Anfang des Jahres, positiv aus.

Die Vibram Sohle klebt förmlich auf den Flats. Auch abseits der Flats vermittelt die Sohle Rutschsicherheit. Aber im Matsch geben die Schuhe sehr schnell auf, bedingt durch das nicht sehr stark ausgeprägte Profil. Ebenso auf losen Geröll und Schnee. Daher würde ich die Schuhe nicht für den Alpinen Einsatz empfehlen, da die Trittsicherheit nicht gegeben ist.

IMGP7373 Zwei Einlegesohlen werden mit den Schuhen geliefert. Über diese kann die Sohlenhärte eingestellt werden. Zuerst bin ich mit der weichen gefahren, diese vermittelt einem sehr genau den Untergrund auf dem man sich gerade befindet. Eigentlich sehr gut, da man genau fühlen kann wo man sich auf den Flats gerade befindet. Aber nach ca. 30min fingen die Füße an zu Schmerzen, so dass an Tagestouren nicht zu denken war.
Erst der Wechsel zu härteren Einlage machte längere Touren möglich. Zwar vermittelt die Sohle weniger den Untergrund, aber es reicht immer noch um den Untergrund einzuschätzen.

IMGP7458Auch mit der härteren Sohle ist „normales“ gehen kein Problem. Damit sind auf längeren Trage- / Schiebepassagen die Schuhe nicht der Auslöser für eine Pause.

Das "Schuh-Klima" passt, in Verbindung mit richtigen Socken wird die Feuchtigkeit nach außen transportiert. Kleine Pfützen machen den Shimanos nichts aus, sie bleiben innen trocken. Auch längeren Nieselregen stecken die Schuhe unbeeindruckt weg. Erst bei Dauerregen wird es auch im inneren nass, aber dafür sind die Schuhe ja auch nicht gedacht.

IMGP7455 Die Schuhe werden traditionell mittels Schnürschenkeln verschnürt, dabei verschwindet die Schleife unter einer Lasche die mit einem Klettverschluss befestigt wird. Das funktioniert einwandfrei, einmal binden und bis zum Ende der Tour vergessen.

Bedingt durch die Flats kann es im groben Gelände mal passieren, dass der Fußknöchel gegen die Kurbel rutscht. Daher haben die Shimanos auf der Schuh-Innenseite, jeweils eine Erhöhung bis zum Knöchel. So das dieser gut Geschütz ist.

Test Resultat:

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Ein Ritzel fehlt, da der Schuh auf matschigem und losen Geröll die notwendige Trittsicherheit nicht bietet. Aber für meine Breitengrade und für Bikeparks sind die SH-AM40 super.

Praxis-Test: Evoc Freeride Trail

Nach der Bike Session 2010 ist es Zeit für Testberichte. Als erstes ist der Bike Rucksack Freeride Trail von der Münchener Firma Evoc im Test. Die Jungs und Mädels von Evoc bieten coole und praktische Bike Accessoires. Neben dem Freeride Trail habe ich auch noch die funktionelle Flugtasche Bike Travelbag von Evoc.

Brillefach Evoc Freeride Trail Zurück zum Backpack, dieser sitzt super fest am Körper und der Hüftgurt trägt das gesamte Gewicht. Bedingt durch den Klettverschluss lässt sich der Hüftgurt während der Fahrt sehr schwer bis gar nicht verstellen. Der Toploader bietet viel Platz und auch die anderen Fächer überzeugen. Im Deckel des Toploaders ist ein extra Fach mit Flies für eine Brille, so dass diese nicht zerkratzen kann und schnell greifbar ist.

Unterhalb des großen Toploader Faches gibt es am Boden ein geräumiges Fach für eine Erste Hilfe Ausrüstung. Im Notfall ist dieses Fach direkt erreichbar.
Protektoren Ebenfalls am Boden gibt es eine Gummischnur um Protektoren zu befestigen. Die Befestigung ist ein wenig frickelig, da die Protektoren unter die Gummischnur geschoben werden müssen. Und dabei verhakt sich die Schnur des Öfteren an den Protektoren. Sind die Protektoren aber erst mal verstaut, kann man diese vergessen. Während der Fahrt stören diese nicht und sitzen sicher am Evoc.

Ebenso kann ein Fullface Helm einfach an dem Außenfach befestigt werden. Um noch in der Gravity Free Zone zu bleiben: Der eingebaute Rückenprotektor ist praktisch für Touren. Ist aber kein Ersatz für eine Saftey Jacket, daher nicht für einen Bikepark besuch geeignet.

Leider war bei meinem Freeride Trail kein Regenschutz dabei. Beim Kauf sollte dieser aber direkt mit gekauft werden. Die eine Woche Saalbach Hinterglemm hat gezeigt dass der Rucksack zwar leichten Nieselregen unbeeindruckt übersteht, aber die ganze Kuh Gülle hätte ich lieber auf dem Regenschutz gehabt.

Es gibt natürlich auch einige Kritikpunkte / Verbesserungsvorschläge:

  • Das Netz des Außenfaches franzt stark aus.
  • Das Werkzeugfach ist extra verstärkt, aber leider nur auf einer Seite. Die Gegenseite ist leider nicht extra verstärkt.
  • Im Toploader gibt es direkt unterhalb des Deckels ein Netzfach. Dessen Reisverschluss ist unglücklicherweise sehr weit oben angebracht, so dass erst der Toploader Deckel ganz geöffnet werden muss um vernünftig an das Netzfach zu gelangen.
  • Der Reisverschluss für das Erste Hilfe Set sollte extra gekennzeichnet sein, so dass dies für andere Personen direkt ersichtlich ist.
  • Die Befestigung der Gummischnur sieht nicht wirklich robust aus. Bin mal gespannt wie lange die noch mitspielt.
  • Die Regenhülle sollte zum Standard Lieferumfang gehören.

Netzfach Werkzeugfach Netzfach Erste Hilfe Set

Test Resultat:

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Der Evoc Rucksack überzeugt auf ganzer Linie. Sowohl als Tagesrucksack, als auch – wie der Name schon vermuten lässt – als treuer Begleiter bei Freeride Touren.

Rucksack Evoc Freeride Trail

Für den nächsten Urlaub in Saalbach/ Vinschgau habe ich eine neuen Rucksack gesucht. Der Rucksack sollte mehr Stauraum bieten als der Deuter Attack. Weitere Anforderungen waren ein extra Fach für eine Trinkblase, ein Rückenprotektor sowie ein gutes Tragesystem.

P1020280P1020278 Da ich von Evoc bereits die Bike-Travelbag habe, viel meine Wahl auf den „Freeride Trail“ Rucksack. Nach einer ausführlichen Anprobe bei MTB Store in Eschweiler (BTW: sehr zu Empfehlen!) wurde mein erster Eindruck positiv bestätigt. Der Evoc hat einen „TÜV SÜD“ zertifizierten Rückenprotektor und bietet viel Platz (20l). Das Hauptfach ist ein „Top Loader“, wird also von oben beladen. Die Features im Überblick (Auszug Evoc Homepage):

  • abnehmbarer, CE-normierter Rückenprotektor
  • EPS-Protektor-Element einzeln austauschbar (bei Beschädigung oder Verschmutzung)
  • Anatomisch geformte Schulter- und Brustriemen
  • Extra breiter Neopren Bauchgurt
  • Helmhalterung (XC- oder Integralhelm)
  • Straps zur Befestigung von Protektoren
  • Weit aufklappbares Werkzeugfach mit Einzelfächern für Pumpe, Werkzeug, Schläuche, etc.
  • Extra Fach für Erste-Hilfe Set
  • Separates Fach für Trinksystem
  • Fleece-gepolstetes Fach für Goggle oder Sonnenbrille
  • Seitenfächer mit leichtem Zugriff während der Fahrt
  • In der Brustgurtschnalle integrierte Signalpfeife

P1020282P1020281  Am Mittwoch bin ich die erste längere Tour mit dem Freeride Trail gefahren. Das Tragesystem sitzt sehr gut, aber –bedingt durch den Klettverschluss – der Bauchgurt lässt sich nicht während der Fahrt verstellen. Ebenso hat der Deuter Attack seitlich, an der Hüfte, mehr Polstermaterial als der Evoc.

Nach den ersten 100km überzeugt der durchdachte Rucksack. Ich bin auf den Alltagseinsatz, sowie auf den ersten Bodenkontakt gespannt…

Deuter Attack Testbericht

deuter attack 3Zeit zwei Jahren besitze ich den Deuter Attack. Auch nach diesen zwei Jahren überzeugt das Tragesystem. Der Rucksack sitzt perfekt auf dem Rücken. Das seitliche Tragesystem verhindert zuverlässig ein verrutschen, desweiteren schützt es die Hüfte bei stürzen. Der integrierte Rückenprotektor ist ideal für anspruchsvolle Touren. Er ersetzt aber kein Safty-Jacket, daher ist der Attack nicht für Bikeparks zu empfehlen.

Das Volumen ist leider sehr klein, so das maximal Tagestouren mit dem Attack zu fahren sind. Aufgeteilt ist der Rucksack in drei Fächer:

  • Das kleinste bietet Platz für Schlüssel, Handy & Co.
  • deuter attack 2Das Hauptfach bietet Platz für eine Trinkblase. Leider gibt es keine weitere Abtrennung innerhalb des Faches, daher kommt die Trinkblase direkt mit den anderen verpacken Gegenständen in Kontakt. Bei voller Trinkblase, nimmt diese fast den gesamten Platz ein, so das für andere Gegenstände kein Platz mehr ist.
  • Das mittlere Fach befindet sich direkt auf dem Hauptfach. In diesem können Luftpumpe, Werkzeug und Erste Hilfe transportiert werden. Ist die Trinkblase gefüllt, so verringert sich auch hier das Pack-Volumen.

Die Regenjacke muss ich immer außen am Rucksack befestigen, da es für sie keinen Platz mehr im Attack gibt.

Fazit: Für die kleine Feierabend Runde ist der Attack Ideal, aber für längere Touren bietet er zu wenig Stauraum.

TIP: Auf La Palma habe ich von Sigmund (Bike’n'Fun) erfahren das die Snowboard Rucksäcke auch einen Rückenprotektor haben, mit dem entscheidendem Unterschied das diese mehr Volumen haben.

Trek Scratch 9 Testbericht

Der Name ist Programm, nach 200km und 9800hm Downhill sind die ersten Kratzer am Bike. Zeit für einen ersten Testbericht.

P1010328P1010327Zu den 9800hm Downhill gesellen sich nur 4888hm Uphill. Das liegt zum einen an der, leider nicht versenkbaren, Fox 36 Vanilla RC2 zum anderen an dem hohen Gewicht von 16kg. Das Gewicht kommt aber nicht von den SRAM X.0 Komponenten, sondern durch den fetten Fox DHX RC-4 Stahlfederdämpfer, den Rest trägt der Rahmen dazu.

LenkerAls Bremsanlage kommt die erstklassige Avid Elixir CR MAG (203mm v/h) zum Einsatz. Leider hat Trek nicht die MatchMaker X Schellen verwendet, so das Bremsen und Schaltung jeweils eigene Befestigungen haben. Diese Befestigungen sind vom Hersteller absolut nicht ergonomisch angeordnet (warum macht man das noch so?). Die erste Handlung, nach der Probefahrt, war das ich den Lenker optimieren  musste.

Bergauf fahren ist mit dem Scratch Möglich, vorausgesetzt die Muskeln spielen mit (16kg). Bei einer längeren starken Steigung, macht aber die nicht absenkbare Fox Probleme. Das Vorderrad fängt an zu hüpfen und es ist nur eine Frage der Zeit an der einem das schieben sinnvoller erscheint.

Kettenführung IIKettenführung IIm krassen Gegensatz dazu stehen die Downhill Fähigkeiten des Scratches. Das Fahrwerk ist in keiner Situation überfordert. Die hohe Bodenfreiheit und der tiefe Schwerpunkt punkten nochmals zusätzlich. Grobes Geröll oder Stufen bügelt das Fahrwerk einfach weg. Die Kettenführung soll bei der ganzen Action die Kette an P1010326ihrem Platz halten. Diese Aufgabe wird aber mangelhaft ausgeführt, bei heftigen Abfahrten springt bei mir die Kette vorne immer ab. Als nächstes kommt also eine neue Kettenführung an das Scratch. Dagegen funktioniert die Crankbrothers Joplin Remote tadellos und möchte diese nicht mehr missen. Bei kurzen Uphills den Sattel mal eben höherer zustellen spart Kraft und verlagert das Gewicht in die richtige Richtung.

PRO

  • + Fahrwerk
  • + Tiefer Schwerpunkt
  • + Bodenfreiheit
  • + Steckachse (v/h)
  • + Komponenten
    • Fox 36 Vanilla RC2
    • Fox DHX RC-4
    • SRAM X.0 (Trigger, Schaltwerk)
    • Avid Elixir CR MAG
  • + Pumpe ist im Lieferumfang

KONTRA

  • - Gabel nicht versenkbar
  • - Kettenführung
  • - Lenker Anordnung (keine MatchMaker X)
  • - 16kg Gewicht
  • - CD Handbuch beschädigt

Weitere Meinungen zum Scratch:

Bike Transport im Flugzeug (Evoc Bike Travelbag)

Der nächste geplante Urlaub geht nach San Miguel de la Palma und da muss einfach das Scratch mit. Dann stellt sich aber schnell die Frage wie das Bike verpackt werden soll?

Zuerst wollte ich einfach vom Bike Laden einen Karton holen und das Bike mit Luftpolsterfolie verpacken. Aber nachdem ich einige Berichte im mtb-news.de Forum gelesen hatte, habe ich die Idee wieder verworfen. Im Netz findet man viele Berichte über das Thema und leider auch viele Meinungen.

 

Nach längerem Suchen bin ich auf die Bike Travelbag von Evoc gestoßen. Die Tasche hat die Abmaße 130cm x 80cm x 27cm bei einen Gewicht von 7,4kg. Es gibt einige extra Fächer um Pedale, Steckachsen und weitere Dinge zu verstauen.

Die Travelbag hat gute Bewertungen und so bestellte die Tasche. Gestern war dann der Tag des Ausprobierens. Ich hatte mit ca. zwei Stunden gerechnet. Zuerst demontierte ich die Pedale, dann den Lenker und schließlich die Laufräder. Der Sattel muss nur abgesenkt werden. Dann platzierte ich das Bike im Evoc.

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Aber das Schaltwerk passte nicht rein, also machte ich mich an die Demontage. Leider ist die Schraube dermaßen fest angezogen, das ich diese keinen Millimeter bewegen konnte. Nach einer Stunde rum probieren, gab ich den Plan auf.

Die einzige Lösung war die hintere Befestigung komplett auseinander zu nehmen und so das Schaltauge zu lösen. Das ging auch relativ leicht. Nur der Bolzen der die beiden Streben miteinander verbindet sitzt sehr fest und lässt sich nur schwer wieder in die Buchse bewegen.

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Nach mehr als vier Stunden war das Bike im Koffer. Dann mussten noch die zwei Laufräder verstaut werden. Dazu gibt es auf beiden Seiten extra Taschen. Mit der 26×2.35" Bereifung stellte sich auch das als nicht ganz so einfach heraus. Die Reifen passen nur, wenn zuvor die Luft raus gelassen wurde.

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Mit der Zeit bekomme ich Hoffentlich mehr Übung, so das sich das einpacken schneller erledigen lässt.

 

PS: Das wieder zusammenbauen ging wesentlich schneller.